Das Enterprise 2.0 im digitalen Lebens- und Geschäftsraum - Praxisleitfaden (Teil 1)
30 August 2010 03:08 | Tags: Enterprise 2.0, Praxisleitfaden, Unternehmen 2.0, Web 2.0
Vom Internet zum Digitalen Lebens- und Geschäftsraum
Im ersten Kapitel meines Buches „Praxisleitfaden Enterprise 2.0“ beschäftige ich mich mit dem Enterprise 2.0 im digitalen Lebens- und Geschäftsraum. Was verbirgt sich hinter dem Begriff des digitalen Lebens- und Geschäftsraums und wie hat sich dieser herausgebildet? Welche Phasen durchlief das Internet, vom technischen Internet bis zum heutigen Status Quo und was erwartet uns in Zukunft, jenseits des Web 2.0? Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den grundlegenden Veränderungen, die sich für Unternehmen ergeben.Wie nutzen Unternehmen die Entwicklungen des Web 2.0?
Ich habe 6 generelle Trends in der Ausgestaltung des Internets zum Digitalen Lebens- und Geschäftsraum identifiziert:
1. Verlagerung der Nutzergruppen (vom technikaffinen Spezialisten zum Technologiepopulisten)
2. Verlagerung des Einsatzzwecks (vom Ressourcenverbund von Computern zum digitalen Leitmedium)
3. Fortschreitender Grad an Digitalisierung (von Text, Bildern zu Ton und Video)
4. Mediumtransformation (vom Informations- zum Kommunikations- und Transaktionsmedium)
5. Interferenz (ggs. Beeinflussung) zwischen Geschäftsmedium und sozialem Medium
6. Virtualisierung von Ort und Art der Leistungserbringung
Alle Online-Quellen des Buches sind auch als Social Bookmarks unter delicious erreichbar.
Praxisleitfaden Enterprise 2.0 ist bei Amazon bestellbar.
Ist Erfolg kopierbar? Blueprints und Rezension zum Buch verfügbar
16 Juli 2010 11:07 | Tags: Blueprints, centrestage blog, Enterprise 2.0, Rezension, Unternehmen 2.0, Web 2.0
Im centrestage Blog ist von Prof. Joachim Niemeiner eine sehr ausführliche Rezension zu meinem Buch “Praxisleitfaden Enterprise 2.0″ verfasst worden. Sehr interessant finde ich an dieser Rezension auch die Einteilung der Kapitel in verschiedene Interessensgruppen. So teilt er diese folgendermaßen ein:
Ich möchte mir einen Überblick zur Enterprise 2.0-Diskussion verschaffen
- Kapitel 1, Kapitel 2 und Kapitel 4
Ich möchte das Thema Enterprise 2.0 mal aus der Werkzeugsicht verstehen
- Kapitel 1, Kapitel 3 und Kapitel 7
Ich brauche Argumente, um das Thema Enterprise 2.0 bei uns im Unternehmen anzustoßen
- Kapitel 2, Kapitel 6 und Kapitel 5
Ich bin für die Einführung von Enterprise 2.0 verantwortlich
- Kapitel 9, Kapitel 5, Kapitel 8
Das Buch kann also für verschiedene Zielgruppen nützlich sein. Und wer gerade in einem Enterprise 2.0-Projekt steckt, für den findet sich genügend Arbeitsmaterial in den Anhängen. Und übrigens: Die Onlinequellen zu dem Buch sind als Bookmark verfügbar.
Den Tweet von Joachim Niemeier (@frank_open: Die Enterprise 2.0 Blaupausen finde ich sehr spannend. Gibt es dazu schon mehr?) habe ich zum Anlass genommen und die Blueprints weiter ausgearbeitet. Sie sind im Anschluss und auf wie immer auf Slideshare zu finden.
Praxisleitfaden Enterprise 2.0
30 Oktober 2009 04:10 | Tags: Enterprise 2.0, Praxisleitfaden, Web 2.0
Im Oktober 2009 ist mein Buch, Praxisleitfaden Enterprise 2.0 im Hanser-Verlag erschienen. Hier der Link zur Verlagsankündigung.
In den folgenden Kurzpräsentationen möchte ich einen Überblick über die behandelten Fragestellungen geben.
Alle Online-Quellen des Buches sind auch als social bookmarks unter delicious erreichbar.
Praxisleitfaden Enterprise 2.0 ist bei Amazon bestellbar.
Die Netzwerkeffekte des Enterprise 2.0 (Teil I)
15 Dezember 2008 11:12 | Tags: Enterprise 2.0, Netzwerkeffekt, Web 2.0
Oder vom Spaß des Eisenbahnfahrens
Tim O’Reilly (hier auf dem 2. Dresdner Zukunftsforum) hat seine Web 2.0 Definition noch einmal verkürzt: Sie lautet jetzt sinngemäß, Web 2.0 sind vernetzte Applikationen, die explizit Netzwerkeffekte anwenden und ausnutzen. Da ein Enterprise 2.0 auf dem konsequenten Einsatz von Web 2.0 Technologien und Prinzipien beruht, ist also die Frage berechtigt: Welches sind die Netzwerkeffekte des Enterprise 2.0? Oder noch einfacher:
Was ist denn ein Netzwerkeffekt?
Landläufig verstehen wir darunter, dass je mehr Nutzer oder Knoten einem Netzwerk beitreten, der Wert des Netzwerks steigt. Eisenbahnfahren macht erst dann Spaß, wenn man nicht nur von Nürnberg nach Fürth fahren kann, sondern praktisch jede größere Stadt damit erreichen kann. Welchen Wert hat ein Netzwerk, welches aus N Knoten besteht?
Überraschenderweise werden darauf verschiedene Antworten gegeben. Die berühmteste Antwort für Kommunikationsnetzwerke stammt von Robert Metcalfe, dem Erfinder des Ethernet: Der Wert des Netzwerks berechnet sich nach (N*(N-1))/2. Das ist die Anzahl aller prinzipiell möglichen Zweier-Verbindungen, also ein quadratischer Netzwerkeffekt (da wir den Term N/2 für große N vernachlässigen können). D. h. ein Netzwerk mit 100 Teilnehmern besitzt einen Wert von (100*99)/2 = 4950, da genau so viele verschiedene Verbindungen (prinzipiell) geschaltet werden können. Fügt man nur einen weiteren Nutzer dem Netzwerk hinzu, steigt der Wert sofort auf 5050, da 100 weitere Verbindungen mit dem neuen Netzwerkteilnehmer erzeugt werden können. Betrachtet man reale Kommunikationsdienste, z.B. die mobilen Diensteprovider in Deutschland mit ca. 17.000.000 Teilnehmern, so sieht man, dass die Hinzufügung eines Nutzers den Wert des Netzwerks um eben diese 17.000.000 erhöht, obwohl sicher nur eine geringe Zahl aller Nutzer jemals mit dem neuen Teilnehmer in Verbindung tritt. Darauf nimmt Odlyzko Bezug, dessen Argumente wir im nächsten Beitrag untersuchen wollen.
Bis zur Beantwortung unserer Ausgangsfrage: Welches sind die Netzwerkeffekte des Enterprise 2.0 und können wir sie qualitativ und auch quantitativ beschreiben, bleibt uns noch ein Stück Weg zurückzulegen (vorzugsweise mit der Eisenbahn).

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